Neue JavaScript-Engine verspricht höheres Tempo

Mozilla hat gestern, Montagabend, die zweite Beta-Version für Firefox 3.1 veröffentlicht. Die Browser-Vorabversion wartet mit einer Reihe wichtiger Neuerungen auf. Die aktuelle Beta umfasst erstmals den angekündigten “Private Browsing Mode” zum Schutz der Privatsphäre, nutzt standardmäßig die schnellere JavaScript-Engine “TraceMonkey” und unterstützt “Web Worker Threads” zur Beschleunigung von Web-Anwendungen. Zurückgenommen wurden dagegen die Neuerungen in der Tab-Verwaltung aus der ersten Beta. Die Firefox 3.1 Beta 2 bietet interessierten Usern in über 50 Sprachen die Chance, Funktionen anzutesten, die im kommenden Jahr Firefox-Standard werden sollen.
Wenn die Private-Browsing-Funktion aktiviert ist, verhindert sie ein Speichern von Sitzungsinformationen und verspricht damit ein Internetsurfen ohne nachverfolgbare Spuren. Damit zieht Mozilla wie erwartet nach, nachdem Browser-Hauptkonkurrent Microsoft für den Internet Explorer 8 ebenfalls in der zweiten Beta eine vergleichbare Option zum Schutz der Privatsphäre vorgestellt hatte . Zusätzlich zum Privatmodus bietet die aktuelle Firefox-Beta auch die Möglichkeit, bei normaler Verwendung selektiver als bisher die aktuellsten Teile der Browser-History zu löschen. So können etwa alle Spuren der letzten Stunden oder einer bestimmten Website aus dem Verlauf entfernt werden.
Zum Firefox-Standard wird mit der Beta 2 TraceMonkey. Dabei handelt es sich um eine JavaScript-Engine, mit der die Verarbeitung der im Web gängigen Skriptsprache deutlich beschleunigt wird. Das bestätigt sich Mozilla zufolge durch die gängige SunSpider-Benchmark. “Die aktuellen Versionen der Open-Source-Browser - WebKit mit Squirrelfish, Chrome mit V8 und Firefox mit TraceMonkey - werden andere, proprietäre Software bei der JavaScript-Performance in der Regel ausstechen”, betont Mozilla-Europe-Präsident Tristan Nitot gegenüber pressetext. Weiters bietet die Unterstützung von Web Worker Threads Entwicklern die Möglichkeit, JavaScript-Prozesse im Hintergrund auszuführen und dadurch Webanwendungen zu beschleunigen.
An einigen schon aus der ersten Beta bekannten Neuerungen wie der Unterstützung der HTML-5-Elemente <audio> und <video> für Medieninhalte oder der “Gelocation API” des World Wide Web Consortiums http://www.w3.org wurden Verbesserungen vorgenommen. Gestrichen wurde dagegen der Tab-Wechsel mit kleinen Previews, der von Nutzern mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde. “Manche Leute haben dieses Feature geliebt, aber andere haben es eher als Rückschritt empfunden”, sagt Nitot. Es werde noch evaluiert, ob das Feature in angepasster Form ein Comeback feiern könnte.
Die Firefox 3.1 Beta 2 ist für Windows, Mac OS X und Linux in 54 Sprachen verfügbar. Der aktuellen Testversion des Browsers wird nach aktuellen Mozilla-Plänen zumindest noch eine dritte folgen, ehe Firefox 3.1 kommendes Jahr endgültig fertig gestellt wird.
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